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Ins Leben gerufen wurde die Aktion im Jahr 1996. Unter diesem Motto finden viele Veranstaltungen Jahr für Jahr statt. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, den behinderten Menschen ein barrierefreies und möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Siehe auch dazu für weitere Informationen folgenden Link: www.aktion-grundgesetz.de

Warum Behindertenparkplätze -

Notwendigkeit oder Schikane?

Ein großes Problem sind bei uns, und das nicht nur in unserer Stadt die Behindertenparkplätze. Das die vorhandenen Parkplätze, vor allem vor öffentlichen Einrichtungen, meist von unberechtigten Parkern besetzt sind, ist allgemein bekannt. Doch kein Nichtbehinderter Autofahrer macht sich Gedanken darüber, das er mit seiner Handlungsweise uns das Leben unnötig schwer macht.
Leider ist es oft auch so, dass man mit diesen Menschen kein vernünftiges Gespräch führen kann, oft reagieren die Falschparker aggressiv. Es ist aber so, das ein stark gehbehinderter Bürger nur mit Mühe seinen Alltag meistert, und auf solche Parkplätze dringend angewiesen ist.Auch ein Rollstuhlfahrer benötigt unbedingt diese ausgewiesenen Parkplätze, weil sie breiter sind als die normalen. Versuchen Sie doch mal in einer normalen Parkbucht ihre Seitentür vom Auto ganz zu öffnen, und zwischen Ihrem Auto und dem Nachbarauto einen Rollstuhl zu schieben. - Unmöglich! - Wer hat die Kratzer auf seinem Lack, falls der Rollstuhl überhaupt dazwischenpasst??
Also liebe Autofahrer: Die Behindertenparkplätze sind keine Schikane gegen Euch, sondern dringend notwendig für uns, damit auch wir am gesellschaftlichen leben möglichst unabhängig teilnehmen können.
Siehe zu diesem Thema auch folgende Website: www.parkplatzsuender.de
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Jüterboger Altstadt

Ich selbst bin Rollstuhlfahrer und wohne in einem Ortsteil von Jüterbog. Oft bin ich in der Innenstadt unterwegs und erfreue mich an den vielen sanierten Gebäuden. Insgesamt bietet das Ortsbild von Jüterbog einen imposanten Eindruck. Es macht Spaß. durch das Stadtzentrum zu fahren/laufen. Ein großes Problem sind die vielen kleineren Geschäfte, die für Rollstuhlfahrer einfach tabu sind, die ich mir nur von aussen ansehen kann. Gerne würde ich mal hier und mal dort das Geschäft betreten, um vielleicht dies oder jenes zu kaufen. Doch die Eingänge stellen meistens Barrieren dar, die für mich unüberwindbar sind. Sollte mal nur ein kleiner Absatz da sein den ich vielleicht überwinden könnte, dann sind im Eingangsbereich und in der Tür schon Warenträger, so dass mein Rollstuhl nicht durchpasst. Haben die Geschäftsleute von Jüterbog so hohe Umsätze, dass sie auf die paar Behinderten nicht angewiesen sind? Oder wollen sie uns nicht in ihren Geschäften haben? Oft hört man, dass es eben wegen der Gestaltungssatzung keine andere Möglichkeit gibt. Aber es gibt auch mobile Rampen, die sichtbar am Eingang stehen könnten um mir zu signalisieren, hier bin auch ich als Rollstuhlfahrer willkommen.
Das es aber auch andere Möglichkeiten gibt, beweist das Fachgeschäft SONA in der Mönchenstraße. Dort wurde eine feste Rampe zu einem Gschäftseingang gebaut, die keineswegs im Widerspruch zu dem altertümlichen Stadtbild steht.
Hier das positive Beispiel von der SONA-Gesundheitsboutique in der Mönchenstraße
Diesem positiven Beispiel steht aber auch ein negatives gegenüber. Es handlet sich um ein neu errichtetes Gebäude außerhalb der Stadtmauern - um den Netto/Plus-Supermarkt in der Zinnaer Vorstadt. Obwohl der Supermarkt direkt neben einem Altersheim gelegen ist, möchte die Geschäftsleitung scheinbar diese Kundschaft nicht in ihrem Geschäft haben. Oder wie soll man die künstlich errichteten Barrieren an einem Neubau sonst verstehen?
Der Eingangsbereich ist eh schon durch den rechten Winkel (die Eingangstür zum Markt befindet sich links!) ungünstig, wurde aber durch die zusätzliche Schranke nochmals verkleinert, damit auch ja kein Rollstuhl oder Rollator durchpasst. (siehe linkes Bild) Die Kassenbereiche sind ebenfalls total eng gehalten, und an der einzigen etwas breiteren Stelle wurde ein Gitter angebracht, damit auch dort keine Rollstühle passieren können, wie auf dem rechten Bild zu sehen ist. Vor allem mit elektrischen Rollstühlen ist dieser Markt nicht passierbar.

Schelchter kann man kaum einen Neubau in der heutigen Zeit planen und errichten!

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